Rückblick Westkanada Reise

Vancouver - Edmonton - Calgary
23. Juli – 6. Aug. 2007


flagge-sarlanchIm 2006 entstand bei der Trachtengruppe Sachseln der Traum, einmal eine Reise nach Kanada zu unternehmen. Damit begann die Planung bis ins letzte Detail. Es wurde uns der ausgewanderte Reiseleiter Fred Salvisberg empfohlen. Unsere Reise sollte jedoch keine vereins-interne Reise werden, darum wurden auch andere Personen angeschrieben. Schon bald meldeten sich die ersten Interessierten. Bis Ende Jahr hatten wir eine Gruppe von 30 Personen zusammen.

Am 23. Juli 2007 starteten wir in Sachseln unsere 14-tägige West-Kanada-Reise. Die ganze Gruppe wartete gespannt auf die Landung in Vancouver. Bereits am Flughafen erwartete uns Fred Salvisberg mit dem Car, welcher uns die nächsten zwei Wochen chauffierte. Unser Reiseleiter informierte uns über die Reiseroute. Diese führte uns durch die Provinzen British Columbia und Alberta. Die Städte Vancouver, Edmonton und Calcary brachten uns zum Staunen. Es war ein ungewohntes Gefühl, neben so grossen Hochhäusern zu stehen. Zum Nachdenken regten uns die zwei Seiten der Städte an. Einerseits die reichen, wohlhabenden Gebiete und andererseits die armen Elendsviertel und Obdachlosen. Ein Teil unserer Reise führte uns durch die bekannten Nationalparks Jasper und Banff. In dieser weiten, unberührten Natur fielen uns vor allem die vielen, blauen Seen umrahmt von dunkelgrünen Tannenwäldern auf. Hin und wieder liess sich sogar ein Wildtier blicken wie Reh, Elch, Hirsch oder Bergziege. Natürlich konnten wir bei diesen überwältigenden Anblicken das Fotografieren nicht lassen und so wurde auch das kleinste Detail in den insgesamt 15'600 Fotos festgehalten. Im Kontrast zur grünen, saftigen Gegend sahen wir auch die braune, trockene Prärie.

Gruppenbild Kanada ReiseZu Beginn besichtigten wir eine Milchfarm mit 300 Stück Holstein-Kühen. Die Kühe werden dreimal täglich in einem 32er Melkkarussell gemolken. Anschliessend folgte der Besuch der Bison-Ranch eines Schweizers. Auf einem Anhänger fuhren wir durch die wilde Bison-Herde und konnten hautnah miterleben, welche Schnelligkeit und Stärke diese Tiere ausstrahlen. Wieder eine neue Rasse entdeckten wir auf der Jersey-Farm eines weiteren Schweizer Auswanderers. Auf dem 300 ha Betrieb werden ca. 200 Stück Jersey gehalten. Die unglaublichen Flächen und Dimensionen verblüfften uns jedes Mal aufs Neue, es ist kein Vergleich zur Schweiz. Die ausgewanderten Schweizer freuten sich sehr, Besuch aus der alten Heimat zu sehen. So war es nicht erstaunlich, dass wir bei Joe Rohrer und Carlo Kathriner eingeladen wurden. Dort gab es immer gemütliche Abende mit Schwyzerörgelimusik, Tanz und Cheli.

Die typische, kanadische Lebensart wurde uns bewusst, als wir eine Rinderauktion und das Rodeo besuchten. Die mitreissende Art der Cowboys färbte auf unsere Gruppe ab. Bald sah man auch einige von uns mit Cowboy-Hüten. Ein ganz spezieller Tag war der Besuch der Hutterer-Kolonie in der Nähe von Brooks. Diese Menschen leben nach strengen, alten Traditionen. Bei einer Hofführung und beim anschliessenden, gemeinsamen Mittagessen erhielten wir einen Einblick in ihre Lebensweise.

Während unserer 3'416 km langen Reise übernachteten wir in diversen Hotels. Abends herrschte dort im Pool jeweils ausgelassen Stimmung. Sehr schnell verging die Zeit und wir mussten wieder Abschied nehmen von dieser weiten und faszinierenden Landschaft. Der Rückflug am 5. August 2007 starteten wir mit grosser Verspätung, doch auch dies konnte uns die Laune nicht verderben. Kurzerhand wurden die Örgeli ausgepackt und so die Passagiere mit Besatzung inkl. Pilot unterhalten. Diese Reise wird uns allen in bester Erinnerung bleiben.

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